Bericht zum 8. Turnier

Weiß am Wurf steht ganz gut, nicht wahr?!

Aber: Helmut Jeske, Weiß, macht beim Stand von 5-8 auf 9 im Finale gegen Juri noch genau einen Zug und gibt dann die Partie und das Match auf!  Wie kann das denn sein ???  Ist ihm etwas passiert?? Hat er halluziniert ?? Musste er weg, um seinen Zug noch zu kriegen ?? 

 

Nein! Ihr habt es sicher erraten: Doppel 6 gefolgt von Doppel 6!! Weiß wirft noch eine 3-1 und streckt die Waffen, ohne den Zug auszuführen! So schnell kann's gehen im Backgammon :-)

 

Hier nun der komplette Bericht:

 

Neuer Teilnahmerekord!!

 

24 Spieler fanden den Weg in den Turniersaal im Viva, darunter viele bekannte Gesichter, aber auch einige Neueinsteiger. So beehrte uns Wolfgang Henze aus Schwarzenbeck mit seiner ersten Teilnahme am Hannover-Cup. Ulf Janik aus Hannover, Jeanette Karmann aus Oldenburg und Daniel Quente aus Herford spielten ihr allererstes Turnier überhaupt!

 

Und das durchaus erfolgreich! Keiner von ihnen musste ohne Sieg wieder nach Hause fahren.

 

Mit dem Turnierausgang hatten sie diese Mal jedoch noch nichts zu tun, den machten die „alten Hasen“ unter sich aus.

 

Der Bad Pyrmonter Helmut Jeske, dieses Mal ausnahmsweise pünktlich vor Ort, hatte mal wieder einen seiner berüchtigten Läufe und pflügte durch das Feld wie eine Sense. Noch ehe die dritte Vorrunde beendet war, hatte er schon alle seine 5 Matches gewonnen!

 

Auch im Viertelfinale gegen Gordon Copeland (tolle Leistung bei seinem 2.Turnier!) und im Halbfinale gegen den starken Maik Stiebler war er eigentlich nie in Verlustgefahr.

 

In Erwartung des sicheren Preisgeldes und nachdem er auch noch zwischendurch die Turnierveranstelter in einer Chouette ausgenommen hatte, verzichtete er auf seinen letzten Zug und nahm sich stattdessen ein Hotelzimmer, um das Finale noch in voller Länge bestreiten zu können.

 

Hier allerdings wartete mit Juri Alper ein zäher Brocken auf ihn. Erst vor zwei Monaten hatte er das Turnier gewonnen und hat die Form offensichtlich gehalten!

 

Im Halbfinale gegen Horst-Peter Anhalt, der auch immer besser in Form kommt, stand er schon kurz vor dem Aus, konnte aber das Blatt noch einmal wenden und sich für das Finale abhärten!

 

Bis zum Stand von 4-1 auf 9 Punkte hielt Helmuts Lauf, dann war er vorüber. Beim Stand von 5-8 traf er nochmal einen Last Minute Schuss von einem Dreierpunktspiel aus, und es kam zu obiger Stellung, mit dem bekannten Ausgang!

 

Das Finale war geprägt von hartem Kampf. Mit dem Dopplerwürfel wurde – gemäß dem Programm Xtreme Gammon - von beiden Seiten etwas leichtfertig umgegangen. Aber zu so später Stunde kann man kein allzu hochklassiges Spiel mehr erwarten.

 

Glückwunsch, Juri, zu Deinem zweiten Turniersieg!! Das ist vor ihm nur noch Max Raimann gelungen, der seitdem leider nicht mehr gesehen wurde.

 

In der Jahresrangliste machte Juri einen Satz auf den zweiten Platz, und rückt dem noch führenden Georg Lachnit-Winter ordentlich auf die Pelle!

 

Der kleine Saal, in den wir dieses Mal ausweichen mussten, war zwar durchaus nett und (gerade noch) ausreichend; allerdings waren gleichzeitig zwei Veranstaltungen im Viva, und die Versorgung mit Essen und Trinken war nicht bis zum Ende gesichert und auch etwas chaotisch.

 

Beim nächsten Mal, am 19.11., spielen wir in einem anderen Lokal, im nicht weit vom Viva entfernten Vahranwalder Hof (siehe Spielort). Georg und ich haben es schon "eingespielt" und für gut befunden, sowohl was die Location als auch das Essen angeht! Die Eigentümerin ist eine versierte Pokerspielerin, und daher werden hier "Zocker" wie wir freundlich aufgenommen :-)

 

Ich freu mich drauf!

 

Euer Bernhard

 

 

 

Turniersieger Juri Alper (links)

in seinem härtesten Match gegen Horst-Peter Anhalt