Bericht zum 2. Turnier

 

Zum zweiten Turnier der Serie erschienen bei herrlichem Frühlingswetter 20 Spieler, eine schöne runde Zahl. Somit konnten wir wieder eine Consolation ausspielen, welche generell von den Spielern sehr positiv aufgenommen wird.

 

Das Feld war ziemlich homogen; es gab nach der Vorrunde niemanden mit weißer Weste. Genau 8 Spieler hatten 3 oder 4 Punkte auf dem Konto, so daß sich diese direkt für das Viertelfinale qualifizieren konnten.

 

Dahinter trudelten  sage und schreibe 10 (!) Spieler mit 2 Punkten ein. Von diesen durften dann also  8 in die Consolation einziehen. Ein Stichkampf mit Onepoint-Matches wäre zu aufwändig gewesen, also wurde ein großes Wett-Würfeln veranstaltet!

 

Dabei erwischte es den Finalisten vom Vormonat, Manfred Suhr  sowie Frank Schneider. Beide kamen nicht über eine 3 (mit 2 Würfeln) hinaus. Pech!

 

Im Halbfinale der Consolation setzte sich Kadir Celik gegen Bernd Lütz durch, und Renzo Talini gegen Horst-Peter Anhalt.  Somit konnten sich die beiden - meines Wissens erstmals - ein Stück vom Preisgeld-kuchen abschneiden.

 

Wie lief es parallel in der Hauptrunde?

 

Der mit Selbstvertrauen gestärkte frischgebackene Team-Weltmeister Heribert Lindner zog mit einem Sieg über Oliver Hauk in das Halbfinale ein. Dazu gesellten sich Ralf Priebe (Sieg gegen Andreas Subocz), sowie Juri Alper (gegen Ulf Janik).

 

Das vierte Viertelfinale zwischen mir und dem aktuellen Hannoveraner Meister Helmut Jeske dauerte nur 2 Spiele. Beim Stand von 1 zu 0 für mich (schwarz, auf 7 Punkte) hatte ich Helmut auf 4 gedoppelt und spielte gegen sein Backgame mit miesem Timing und drei toten Steinen wohlgemut aus. Dann aber ein Horror-Wurf, der 2 Blots ließ, die Helmut beide traf. Nachdem er auch sein Homeboard ein bisschen aufgepeppt hatte, überlegte Helmut in folgender Stellung ein bisschen, sagte dann in seiner unnachahmlichen Art "Ach, weißte was..." und schob mir den 8er Cube rüber:

 

 

Nach gefühlt 10 Minuten Widerwillen, Hin- und Hergerissenheit und Agonie sagte ich mir schließlich "Ach, was solls" und nahm den Cube an. 

 

Was sagt XG dazu? Beim Stand von 1 zu 4 auf 7 Punkte hat man gemäß Tabelle noch eine Chance von ca. 28,5% auf das Match. Also muss ich für ein Take in der Stellung mindestens soviel haben. Laut XG hab ich "nur" 28,1%. Ein starkes Doppel und wohl ein ganz knappes Pass; meine Agonie war jedenfalls berechtigt :)

 

Das Spiel wogte dann hin- und her, aber da ich mich 7 mal in Folge schlicht weigerte zu tanzen, konnte ich irgendwann meine 2 Steine vorbeimogeln und das Match glücklich gewinnen.

 

Im Semifinale gegen Heribert ließ mich das Glück erneut nicht im Stich. Im alles entscheidenden letzten Wurf hatte ich einen Stein auf der 5 und einen auf der 1 und musste beide ausspielen, was mir nach langem Schütteln gelang!

 

Im zweiten Semifinale gönnte Juri Alper seinem Gegner Ralf nicht das Schwarze unter den Nägeln  und gewann 7-0!

 

Die beiden Finals wurden dann bei lauschigem Wetter auf der schönen und beleuchteten Terasse direkt nebeneinander gespielt.

 

In der Consolation behielt Kadir gegen Renzo knapp die Oberhand und gewann 7-6. Glückwunsch an beide!

 

Das Finale im Main war relativ einseitig. Nachdem ich schon den aktuellen Welt- und Hannoveraner Meister ausgeschaltet hatte, konnte mir auch der zweifache Ex-Meister Juri Alper nichts mehr anhaben. Mit einigen wohlplatzierten Paschserien würfelte ich mich zu einem 9-5 Sieg.

 

In der Jahresrangliste führt nun Juri, vor Georg und Ulf.

 

Bis zum 15. Juni beim 3.Turnier!

 

P.S: Und nicht vergessen: Vom 7. bis 10. Juni steigt die deutsche Meisterschaft in Niedernhausen! Es sind wohl noch Plätze und Hotelzimmer frei!

 

 

Euer Bernhard

 

 

Fotos des Turniers mit Fotos aus unserer WhatsApp-Gruppe von Bernd Lütz

(zum Vergrößern auf das Bild klicken)