Bericht zum 4. Turnier

Immerhin trafen sich 15 Spieler zur 4. Runde des Hannover Cups... dies ist deshalb erwähnenswert, da die Backgammonspieler in und um Hannover nun auch an zwei weiteren Samstagen im Monat spielen können, sofern sie sich zu den „Amateuren“ zählen (https://www.backgammonamateure.de/). Außerdem hatten sich im Vorfeld bereits einige Spieler, meist wegen Urlaubs, abgemeldet.

 

Schön war, dass wieder „alte Bekannte“  dabei sein konnten: neben Jörg (ungewöhnlich lange Babypause) hat auch Peter (ähnliche Gründe) sowie Bahmi wieder mal Zeit für unser Monatsturnier gehabt. Und alle drei fanden sich dann auch in der Finalrunde wieder. Im Halbfinale konnte sich dann Helmut (der sich ja meist penetrant bis dahin durchmogelt) gegen Bahmi durch-setzen und Peter ging aus dem Duell gegen Franz siegreich hervor.

 

Unser Glückwunsch geht dann an Peter, der Helmut zu später Stunde besiegte. Dabei nahm Helmut (7:6 im Rückstand bis 9 Punkte) einen Initialdoppler mit gerade mal 15% Gewinnchancen mit den Worten „ ist schon spät....dann kommen wir mal zum Schluss!“ an. Und so war es dann ja auch.

 

Die Consolation konnte Juri gewinnen, der damit weiter souverän an der Spitze der Jahreswertung verbleibt.

 

Als kleinen Denksport habe ich eine Stellung aus dem Halbfinale Bahmi – Helmut mitgebracht. Eine einfache Stellung, nach mehreren Stunden eines Turniers kann man aber auch leicht daneben greifen.....

Es war eine Double-Matchpoint Partie, in der Bahmi als Schwarzer eine 2/1 ziehen musste: wir als Kiebitze favorisierten 3/2*, 3/1 mit der Begründung, dass der Weiße ja dann lediglich 11 direkte Schüsse hat und bei Nicht-Treffen dann auf der 3, 4 oder 5 einsetzen muss, was Schwarz dann das Raus setzen der beiden Steine auf der 6 erleichtert. Klingt doch logisch, oder?

 

Bahmi zog nach längerem Überlegen dann 6/3, was einen direkten Schuss mit 14 von 36 Möglichkeiten ergibt, aber dafür mit nur noch wenigen Folgeproblemen. Eine mutige Entscheidung, ist sie auch richtig?

 

Nun, Bahmi lag richtig. Wir hatten nicht zu Ende (oder nicht gründlich genug) gedacht. 6/3 hat nämlich zudem den Vorteil, dass Weiß seinen Stein im schwarzen Haus bei jeder 6 (außer bei 6, 4 -> die ja trifft) raus setzen muss. Also führen schon 9 von 36 weißen Würfen zum Sieg für Schwarz. Ein weiterer Vorteil ist, dass man nach einem evtl. Treffer bessere Restchancen hat als nach 3/2*, 3/1

 

Interessant ist außerdem, dass die dritte Möglichkeit 3/Off die zweitbeste Alternative ist.

 

Also:
6/3     bester Zug
3/Off     -0,020
3/2*, 3/1     -0,035.

 

Georg

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